| Bereits von weitem sieht man das Schloß Albrechtsberg. Durch
die Lage über einem mächtigen Steilabfall hat es seinen Festungscharakter
bewahrt. Der Bau der Festung geht mit Sicherheit auf die Zeit um 1100 zurück.
Zuerst nannte sich ein Siegfried von Mauer aus der Familie der Eisenbeutel
nach Albrechtsberg, dessen Witwe Friderun 1149 einen Weingarten an das
Kloster Göttweig stiftete. Siegfried hatte aber nur die Burghut für
die hochfreien Grafen von Perg übemommen. Nach Albrecht von Perg dürfte
die Burg auch ihren Namen erhalten haben. Jedenfalls ist bekannt, daß
Friedrich von Perg nach einem von ihm begangenem Totschlag von Herzog Leopold
V. erst dann wieder in Huld aufgenommen wurde, nachdem er seine freieigenen
Güter in Perg, Albrechtsberg und Kilb dem Landesfürsten übergeben
und von diesem wieder zu Lehen zurückbekommen hatte. Als Friedrich
von Perg 1190 auf einem Kreuzzug umkam, fielen seine Güter vermutlich
zur Hälfte dem Landesfürsten heim, die andere Hälfte dürfte
den Grafen von Plain und deren Besitznachfolgem, den Herren von Schaunberg,
zugefallen sein. Um 1300 ist die Familie der Fleischeß, ein Geschlecht
aus der Gegend von Kilb, im Besitz der Burg. Sie dotierten in mehreren
Schenkungen die Achatius-Kapelle im Schloß, deren Bestand aber schon
viel früher gesichert ist. |
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